nevisQ Blog

Alles rund um die Zukunft, die Probleme
und aktuellen Neuigkeiten der Pflegebranche!

Christian Kind und Stelios Katsanevakis

Wer steckt hinter dem Blog?

Hallo! Wir sind Christian und Stelios und gehören zu den Geschäftsführern und Mitgründern von nevisQ. Wir haben uns mit nevisQ die Aufgabe gestellt, die Pflege nachhaltig fit für die Zukunft zu machen. Wir stecken unser ganzes Herzblut darein, dass wir gemeinsam etwas verändern können. Wir möchten euch daran teilhaben lassen und wollen euch mit diesem Blog einen Einblick in die Pflegebranche geben, mit all ihren Problemen, Innovationen, Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft.

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Unser aktueller Blog-Beitrag

Überbelastung in der Pflege bei Nacht

Überbelastung in der Pflege bei Nacht

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Blogs. Die Pflege von Pflegebedürftigen nimmt bereits einen immensen Anspruch mit sich her. Eine Pflegekraft ist einer starken Belastung ausgesetzt, die durch verschiedene Faktoren stärker beeinflusst wird (Weitere Beiträge von nevisQ zu dem Thema finden Sie hier und hier). Insbesondere der Personalmangel sorgt dafür, dass sich nicht immer gleichmäßig um alle Patienten gekümmert werden kann, obwohl diese je nach Gesundheitszustand entsprechenden Risiken ausgesetzt sind. Die Sturzgefahr ist dabei eine der gefährlichsten – vor allem in der Nacht! Welche Möglichkeiten und Maßnahmen dazu beitragen können, dass sich die Belastung verringert sowie die Risiken vermindert werden, erfahren Sie im heutigen Beitrag über die Pflege bei Nacht.

Überbelastung schadet einer effizienten Pflege bei Nacht

Durch die Überbelastung fallen auf jede Pflegekraft durchschnittlich 52 Personen, für die sie zuständig sind. Die logische Folgerung ist ein Zeitmangel, durch den die Qualität der Pflege beeinträchtigt wird. Prof. Christel Bienstein, Leiterin der Studie und des Departments Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke, ordnet die Ergebnisse wie folgt ein: „Wer für 52 Personen in der Nacht zuständig ist, muss damit rechnen, dass – so wie es in Altenheimen meist aussieht – hinter 26 Türen jederzeit jemand beim Weg zur Toilette stürzen kann“.

Diese abstrakten Daten zeigen die reale Gefahr, dass eine Pflegekraft unmöglich bei jedem Sturz direkt vor Ort sein kann, um den Betroffenen schnell Hilfe leisten zu können. Verstärkend kommen die Ergebnisse aus der dazugehörigen Umfrage hinzu, in der die Befragten angaben, sich „sehr oft“ oder „häufig“ um herumirrende Patienten mit Demenz kümmern zu müssen. Während einer Nachtschicht ergeben sich darüber hinaus weitere Faktoren wie eine erhöhte Müdigkeit oder Dunkelheit. Ebenso wie die Scham, nachts nicht um Hilfe bitten zu wollen. Letzteres spielt vor allem bei Inkontinenzpatienten eine große Rolle. Dieser Faktor ist bei Umfragen der häufigste angegebene Grund, weshalb sich um Patienten in der Nacht gekümmert werden muss.

Woran liegen diese extremen Verhältnisse? Die offensichtlichste Antwort lautete „zu wenig Zeit“ und „zu wenig Personal“. Beides bildet einen Teufelskreis und das eine führt daher zwangsweise zu dem anderen. Dennoch sind Nachtschichten für die Pflegenden unabdingbar, allein aus finanzieller und emotionaler Hinsicht. Es ist daher unerlässlich, dass die Verhältnisse deutlich aufgebessert werden.

Wege hin zu einer geringeren Belastung

Nach derzeitigen Erkenntnissen muss in der Nacht gewährleistet sein, dass mindestens zwei bis drei Pflegende für 60 BewohnerInnen anwesend sind. Dies ergibt noch immer zwischen 20 und 30 Bewohner pro Pflegenden, wäre allerdings in etwa eine Halbierung der tatsächlichen Belastung. Darüber hinaus sollte sichergestellt sein, dass eine ärztliche Bereitschaft vorhanden ist, die schnell erreichbar ist. Verbunden hiermit ist die Kommunikation mit einer Apotheke, die rund um die Uhr erreichbar ist, damit die Patienten entsprechend versorgt werden können.

Um die Belastung weiter zu verringern, empfiehlt sich neben der verbesserten Personallage geregelte Pausenzeiten sowie Weiterbildungsmaßnahmen. Letzteres ist insbesondere deshalb von Bedeutung, weil Nachtdienstler statistisch gesehen geringere Möglichkeiten zu einer Weiterbildung genießen als Pflegende am Tag. Ein nicht zu unterschätzter Aspekt ist jener, dass die Pflegenden sich nicht immer gezwungen fühlen, nachts zu arbeiten. Eine große Rolle spielt die Empathie mit den Bewohnern, für die sie sich verantwortlich fühlen. Nachtdienstler genießen während ihrer Schicht zudem ein hohes Maß an Eigenverantwortung, der sich auf den Wert der Arbeit auswirkt. Es ist daher nur richtig und wichtig, dass die Pflegekräfte dafür die bestmögliche Unterstützung erhalten.

Intelligente Technologien sorgen für zusätzliche Entlastung und Sicherheit der Bewohner bei Nacht

Essenziell für eine Steigerung der Arbeitsqualität bei gleichzeitiger Verringerung der Belastung sind daher die Umstände, mit denen es die Pflegenden zu tun haben. Intelligente Technologien können dabei helfen, die Belastung zu verringern – insbesondere bei den top-genannten Hilfeersuchen wie Inkontinenz oder Demenz. Diese führen wiederum zu einem erhöhten Sturzrisiko. Nevis Cura bietet dafür eine Lösung an. Im Bereich der Sturzerkennung lassen die heutigen Methoden wie eine simple Trittmatte das Problem nicht lösen. Der Nevis Cura Bettsensor verspricht dagegen neben einer intelligenten Sturzerkennung je Bewohner 15 Minuten Zeitersparnis pro Nacht, wodurch ein Abbau der stündlichen nächtlichen Sichtkontrollen garantiert wird.

Die Pflege bei Nacht ist eine der wichtigsten, aber auch unterschätzten Aufgabenbereiche für Pflegende. Es ist daher unabdinglich, dass Ihnen die bestmöglichen Hilfestellungen geboten werden. Neben einem Abbau der Belastung müssen die Förderungen von neuen Technologien ebenso vorangetrieben werden. Darüber hinaus spielen die außerdienstlichen Angebote eine große Rolle, damit Pflegende weiterhin diese verantwortungsvolle Rolle übernehmen können. Die Pflege bei Nacht darf nicht unterschätzt werden, dafür ist sie zu wichtig!

Studie von Prof. Christel Bienstein von der Universität Witten/Herdecke

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